Chronik

Am 07. September 1950 fand sich ein kleiner Kreis Damen und Herrn zusammen, um in einem zwanglosen Beisammensein zu überlegen, ob es nicht zweckmäßig wäre, in der alten Karnevalsmetropole Andernach einen Verein zu gründen, der es sich zur Aufgabe macht, neben der Pflege des rheinischen Karnevals und des Andernacher Brauchtums einen Personenkreis in einer Vereinsfamilie zusammenzuschließen, die sich als Repräsentanten des Andernacher Karnevals ausgezeichnet haben.

Aus der Begeisterung hierfür fand schnell eine Gründungsversammlung statt, mit dem Ergebnis, den Verein GERAK (Gesellschaft ehemaliger Repräsentanten des Andernacher Karnevals) aus der Taufe zu heben.

Zu den Gründungsmitgliedern zählten:
Karl Wemmer, Josef Schmidt, Anton Krings, Jakob Thewes, Ernst Wahl, Loni Spira, Anita Schuster und Trudel Heidemeyer.

Als erster Präsident wurde Anton Krings gewählt. Vizepräsident wurde Josef Schmidt und Geschäftsführer und Schatzmeister Ernst Wahl.

Die Entwicklung der Gesellschaft GERAK vollzog sich zuerst langsam und im bescheidenen Rahmen. An Karneval traf man sich im kleinen Kreis und versuchte, ohne den Andernacher Karnevalkorps Konkurrenz zu machen, das rheinische Brauchtum zu pflegen und hochzuhalten.

Und so fing für die GERAK alles an:

1951

Teilnahme am Rosenmontagszug mit einem Festwagen.

1952

Teilnahme am Rosenmontagszug mit dem Prunkwagen "Narrenschiff".

Erst in den folgenden Jahren 1954/1955 hatte die GERAK die Aufgabe übernommen, durch eigene größere Veranstaltungen an die Öffentlichkeit zu treten.

1954

An Rosenmontag lud man in das Rheinhotel, zu einem gemeinsamen Mittag-Festmenü, ein.

1955

Im Hotel Römer feierte die Gesellschaft ihren ersten karnevalistischen Gesellschaftsabend.

1956

Familienabend mit karnevalistischen Vorträgen von Korpsmitgliedern.

Im November des gleichen Jahres legte der Mitbegründer und 1. Präsident Anton Krings, aus gesundheitlichen Gründen, sein Amt nieder. Die Wahl zum neuen Präsidenten fiel auf Hans Schmidt und als Vize-Präsident Jakob Krämer.

1957

Erstmals veranstaltete man im Hotel Schäfer "Am Schänzchen" einen großen Karnevalsabend. Die Leitung der Fidelitas hatte Hannes Weber.

1961

Das 10-jährige Bestehen der Gesellschaft feierte man im Probsteihof unter dem Motto "Zirkus GERAK".

1965

Am Schwerdonnerstag lud die Gesellschaft zum "Ball der Nationen" im Saal Bitterlich ein. Bürgermeister Walter Steffens wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

1967

Der Monat September brachte einen Präsidentenwechsel. Louis Stiegler heißt der neue Mann an der Spitze der Gesellschaft.

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Oktober d. J. beschloss man den Eintrag der Gesellschaft ins Vereinsregister zu beantragen.

1970

An dem karnevalistischen Datum 11.11. d.J. erfolgte die Bestätigung vom Amtsgericht Andernach, dass die Gesellschaft GERAK als eingetragener Verein registriert ist.

1973

Der bisherige Präsident, Louis Stiegler, legte sein Amt nieder. Im Oktober wählte die Mitgliederversammlung den gesamten Vorstand neu, wobei Anton Hilger neuer GERAK-Präsident wurde.

1975

25 Jahre "GERAK" feierte die Gesellschaft am Schwerdonnerstag in der Tanzmetropole Seninger in Eich unter dem Motto: "Nostalgie und Pop".

1976

Hans Wiertalla übernimmt das Präsidentenamt. Die Mitgliederzahl steigt stetig.

1979

Erfolgt erneut ein Präsidentenwechsel. Hans Wiertalla übergibt das Amt wieder an seinen Vorgänger Anton Hilger.

1981

Erster Schwerdonnerstagsball in der noch nicht ganz fertig gestellten Mittelrheinhalle.

1982

Neuer GERAK-Präsident wird Manfred Hinrichs

Zwischenzeitlich hat sich die GERAK auf vielfachen Wunsch geöffnet. So konnten jetzt nicht mehr nur das Tollitätenpaar und deren närrischen Minister Mitglieder werden, sondern auch der gesamte Hofstaat und all jene, die sich um den Andernacher Karneval verdient gemacht haben.

Sehr beliebt waren die jährlichen Sommerfeste, welche seit der Amtseinführung von Anton Hilger als Dankeschön für die Aktiven organisiert wurden.

Starken Zuspruch bei den Mitgliedern hatte auch die traditionell veranstaltete Weihnachtsfeier.

1987

Die "GERAK" tritt dem "Bund Deutscher Karneval" - BDK - bei.

1988

Es wird erstmals ein Gesellschaftsorden kreiert und verliehen.

Nach entsprechender Satzungsänderung wurden "GERAK-Senatoren" ernannt.

Peter Eichert, Bankdirektor a. D.
Konrad Koßmann, Unternehmer
Rupert Kandelbauer, Hotelier
Heinrich Kahmeier, Geschäftsführer
Anton Maier, Unternehmer
Wolfgang M.Biehler, Verleger

1990

Durch das Amtsgericht Andernach erhielt die GERAK die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für die Förderung des rheinischen Brauchtums.

Die "GERAK" kann stolz auf eine 40jährige Vereinsgeschichte zurückblicken und so feierte man dieses Jubiläum gebührend, mit einer großen Veranstaltung, in der festlich geschmückten Mittelrheinhalle.

1991

Der erste Sessionsorden wird verliehen.

1992

Beim Schwerdonnerstagsball unter dem Motto "Berlin bleibt doch Berlin", ernannte die Gesellschaft die Herrn Hans Breuch, Fritz Krämer, Fritz Nachtsheim und Heinz Zimmermann, für verdienstvolle Tätigkeit in der "GERAK", zu Senatoren.

1993

Im August verstarb plötzlich und unerwartet der Präsident Manfred Hinrichs. Bis zur nächsten Jahreshauptversammlung übernahm kommissarisch Vizepräsident Lambert Arndt die Geschäfte.

1994

Auf der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder Lambert Arndt zum neuen GERAK-Präsidenten.

1995

"Doppelt genäht hält besser", war das Motto des diesjährigen Schwerdonnerstagsball in der Mittelrheinhalle, welcher gemeinsam mit der Möhnengesellschaft "Ewig Jung" ausgerichtet wurde.

1996

Auf einer schlecht besuchten Jahreshauptversammlung, im Mai, wählten die Mitglieder Franz-Josef Mosen zum neuen GERAK-Präsidenten. Kein leichter Start in das neue Amt, denn der Zuspruch der Mitglieder und Gäste, bei den angebotenen Veranstaltungen, ging zurück.

1998

In diesem Jahr wurde letztmalig ein Ball, am Schwerdonnerstag, in der Mittelrheinhalle veranstaltet.

1999

Unter dem Motto "Lasst es krachen ab elf nach acht, die GERAK feiert Faasenacht" lud der Vorstand in kleiner familiärer Atmosphäre ins Hotel "Rheinkrone" ein.
Die Resonanz an Besuchern war wiederum sehr schlecht. Kurz vor dem 50jährigen Jubiläum hing der Fortbestand der Gesellschaft am seidenen Faden.
Im Sept. d. J. wurden Franz-Josef Mosen und seine Vorstandskollegen erneut wiedergewählt Nach eindringlichem Appell an die Anwesenden, erklärten sich einige Mitglieder spontan bereit, bei der Planung und Vorbereitung für die anstehende Jubiläumsfeier mitzuwirken.

Manfred Hinrichs wird posthum zum Ehrenpräsidenten ernannt.

2000

50jährige Jubiläumsfeier in der Mittelrheinhalle.
Claudia Müller und Dirk Anhaus führen durch die großartige Veranstaltung.
Bei dieser Gelegenheit wird der GERAK-Präsident F.J. Mosen mit dem großen Verdienstorden vom Festausschuß des Andernacher Karnevals und des Bund Deutscher Karneval, ausgezeichnet.

2001

Der Vorstand erklärt sich spontan bereit, den Polterabend zu Ehren des neuen Tollitätenpaar, am Vorabend der Proklamation, zukünftig auszurichten.
Diese, im rheinischen Karneval einzigartige Veranstaltung wurde bisher, seit 1963, von den "Grauen Knappen" der Andernacher Krahnenberg-Kaserne ausgerichtet.

2005

Anne Hinrichs wird neue GERAK-Präsidentin.

2007

Am 19. Juni d. J. wählten, auf einer sehr gut besuchten außerordentlichen Mitgliederversammlung die Anwesenden, die zuvor zurückgetretene Geschäftsführerin Inge Flesch, zur neuen Präsidentin der Gesellschaft.

Auch weiterhin ist die GERAK mit einem Prunkwagen, beim Rosenmontagszug in Andernach, vertreten.

2008

Die Vereinssatzung aus dem Jahre 1991 wurde überarbeitet, in eine zeitgemäße Form verfasst und im Mai in das Vereinsregister eingetragen.

In diesem Jahr wird die GERAK Mitglied bei der Rheinische Karnevals-Korporation e.V. (RKK)

2009

Die Bemühungen des Vorstands, die Mitglieder durch einige neue Veranstaltungsangebote (Karnevalistischer Frühschoppen, Jahresausflug, Nikolausfrühstück etc.) wieder für die Teilnahme am Gesellschaftsleben zu begeistern, tragen erste Früchte. Die Resonanz auf die angebotenen Veranstaltungen ist erfreulich gut.

Hauptveranstaltung bleibt jedoch der Polterabend für das Tollitätenpaar, der seit einigen Jahren im Pfarrsaal St. Stephan stattfindet.

2010

Bei der Jahreshauptversammlung am 7. Mai 2010 wurde Inge Flesch, für weitere drei Jahre, als Präsidentin bestätigt.

Unter dem Motto "Jetzt sind wir 60" wurde das Jubiläum am 20. November d.J. in der Mittelrheinhalle Andernach groß gefeiert. Schirmherr der Veranstaltung war Oberbürgermeister Achim Hütten.

Bei dieser Gelegenheit sind Ludwig Stiegler und Franz-Josef Mosen zu Ehrenpräsidenten der Gesellschaft ernannt worden. Für 40jährige Mitgliedschaft und 16 Jahre Vorstandsarbeit wurden Marita und Jürgen Kralj ausgezeichnet.

Die Präsidentin führte durch das phantastische Programm des Abends mit hochkarätigen Akteuren das, von den geladenen Mitgliedern und Gästen, mit viel Applaus und Beifall bedacht wurde.

2013

Auf der am 26. April 2013 stattgefundenen Jahreshauptversammlung votierten die anwesenden Mitglieder einstimmig für eine dritte Amtszeit von Inge Flesch.

Als 11. Präsidentin der Gesellschaft möchte sie gemeinsam mit dem neu gewählten Vorstand weiterhin zum Wohle der Gesellschaft arbeiten und durch die Unterstützung der Mitglieder noch viele Akzente setzen.

Aktuell sind 156 Karnevalisten Mitglieder der Gesellschaft.


2014

Am 3. Juli 2014 verstarb unser Ehrenpräsident Franz Josef Mosen und am 18. Dezember 2014 der Ehrenpräsident Ludwig Stiegler.

Wir werden ihnen ein ehrendes Andenken bewahren.

 

2019

Nach zwölfjähriger Amtszeit kandidiert Präsidentin Inge Flesch nicht mehr erneut für das Amt der GERAK-Präsidentin und wird zur Ehrenpräsidentin ernannt. Neuer GERAK-Präsident wird Carsten Meyer.